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Sind psychische Erkrankungen Erkrankungen zweiter Klasse?

Wird die Psychiatrie Enquete zurückgedreht?

Letztes Jahr wurde in mehreren Veranstaltungen der 50 Jahre Psychiatrie Enquete gedacht. In dieser wurde die Gleichrangigkeit von psychischen mit somatischen Erkrankungen gefordert. Infolgedessen wurde 1981 endlich der Halbierungserlass abgeschafft!

Leider scheinen in den letzten Jahren aus Sicht von uns Angehörigen psychische Erkrankungen - die unsichtbaren Erkrankungen - zu Erkrankungen zweiter Klasse herabgestuft zu werden:

  1. In vielen Fällen wird die Personalausstattung einer Klinik nur noch gemäß PPP-RL (Personalrichtlinie für die Kliniken), die als Mindestanforderung für die Psychiatrie gedacht war, bezahlt (unwidersprochen auf DGPPN Tagung 2025). Dieses geschieht unabhängig von den tatsächlichen, höheren Personalanforderungen einer modernen Psychiatrie.
  2. Seit dem 11. März 2026 hat der erweiterte Bewertungsausschuss die Psychotherapeutenhonorare um 4,5% abgesenkt. Dieser Vorgang ist nach unserem Wissen einmalig und paßt nicht zu den ansonsten steigenden Löhnen, Gehältern, Pensionen und Renten.

Wir Angehörigen sehen in diesen Massnahmen, die sowohl den stationären als auch den ambulanten Bereich der psychiatrischen Versorgung betreffen, einen einseitige Schlechterstellung des Bereichs der psychischen Beeinträchtigungen und einen Weg zurück bezogen auf die Errungenschaften der Psychiatrie Enquete.

Aktuelle Termine

26. Mär 2026 Beginn: 18:15
Jeder vierte Donnerstag im Monat.
01. Apr 2026 Beginn: 20:00
jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat
02. Apr 2026 Beginn: 17:30
Jeder erste Donnerstag im Monat.
Alle kommenden Veranstaltungen anzeigen

Telefonische Erstberatung für Angehörige

Sie sprechen in unserer Geschäftsstelle +49 (431) 260 956-90 eine Rückrufbitte aus ODER

Sie mailen uns an die telefon(at)lvsh-afpk.de eine Rückrufbitte mit Ihrer Telefonnummer.

Wir rufen Sie zurück, wenn es unseren ehrenamtlich tätigen Angehörigenmitgliedern möglich ist.

Bitte beachten Sie: In der Telefonberatung können wir ausschließlich mit ihnen zusammen nach Möglichkeiten suchen, die Sie als Angehörige:r eines psychisch erkrankten Menschen entlasten könnten. Hierbei ist leider eine längerfristige oder dauerhafte Begleitung oder Beratung nicht möglich. Unser Angebot ist keine  Psychotherapie und  keine akute Krisenintervention. In Notfällen wenden Sie sich bitte an die dafür zuständigen Stellen: 110 (Polizei), 112 (Notruf) oder  116117 (Ärztlicher Notdienst).

Besuchen Sie auch gerne eine unserer Selbsthilfegruppen.

Herzlich willkommen

Landesverband Schleswig Holstein der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V.

Wir sind:

  • Familien und Freunde psychisch erkrankter Menschen
  • Betroffene, die den Leidensdruck und das Gefühl der Ausweglosigkeit kennen
  • oft überfordert und allein gelassen
  • als Versorgungsinstituion ganz selbstverständlich gefordert und in Anspruch genommen, jedoch bei weitgehend fehlenden Hilfen mit der Last der Verantwortung alleingelassen.

Wir wollen uns:

  • uns gegenseitig unterstützen und Mut machen
  • die Interessenvertretung aller betroffenen Familien sein
  • Isolation und Vorurteile abbauen
  • Defizite und Missstände benennen und Verbesserungen einfordern

Wir sind ein:

  • ein Selbsthilfeverband, also Experten in eigener Sache.

Was tun wir dafür:

  • Wir lernen, psychische Erkrankungen besser zu verstehen, mit ihnen umzugehen und Hilfeangebote anzunehmen
  • Wir bieten eine Plattform für Gesprächsrunden, Erfahrungsaustausch und Informationen
  • Wir tragen durch Öffentlichkeitsarbeit und Informationsveranstaltungen zum Verständnis psychischer Erkrankungen bei und wirken Vorurteilen entgegen
  • Wir bringen unsere Erfahrungen aus der Selbsthilfe auf allen psychiatrischen Arbeitsfeldern ein
  • Wir unterstützen Reformvorhaben zur Stärkung der Rechte der betroffenen Familien
  • Wir vertreten die Interessen der betroffenen Familien auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen
  • Wir stehen mit allen Selbsthilfegruppen der Familien in Schleswig-Holstein in Kontakt und unterstützen ihre Arbeit
  • Wir halten Kontakt zu den Selbsthilfeorganisationen der Betroffenen
  • Wir sind Mitglied im Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker und arbeiten eng mit den Landesverbänden der anderen Bundesländer zusammen

Endlich: Alle Selbsthilfegruppen in Schleswig-Holstein auf einem Blick!

Finden Sie alle Alle Selbsthilfegruppen zu seelischen Störungen des Selbsthilfenetzes in Schleswig-Holstein

Für das Bundesministerium der Gesundheit pflegt der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) seit vielen Jahren das SelbsthilfeNetz. Nun steht endlich die Kartendarstellung für Schleswig-Holstein aller gemeldeten Gruppen zur Verfügung!

Suchen Sie nur nach Gruppen für Angehörige über Schleswig-Holstein hinaus, so können sie auf dieser Karte fündig werden..

Darüber hinaus können Sie selbstverständlcih nach über 1.200 Selbsthilfegruppen zu psychischen Störungen bundesweit recherchieren.

Sollte Ihre Gruppe fehlen oder sollten die Daten Ihrer Gruppe falsch sein, so wenden Sie sich bitte an Frau Kerstin Riemenschneider

Der BApK:

Das SeeleFon:

Beratung und Information ...

  • ist unabhängig von finanziellen, weltanschaulichen oder politischen Interessen
  • ist transparent, d.h., sie legt offen, woher Informationen kommen
  • unterliegt der  Schweigepflicht
  • steht auch anonymen Fragestellern offen
  • ist kein Ersatz für eine Therapie
  • ist Hilfe zur Selbsthilfe

SeeleFon
Mo-Do: 10 - 12 und 14 - 20 Uhr
Freitag: 10 - 12 und 14 - 18 Uhr

Festnetz (02 28) 71 00 24 24

Neuauflage: "Psychisch erkrankt. Und jetzt?"

Unsere bewährte Basisbroschüre Psychisch erkrankt. Und jetzt? Informationen für Familien mit psychisch erkrankten Menschen ist jetzt als Neuauflage wieder erhältlich.

Ob Sie nun Eltern, Kind, Schwester, Bruder, Partner oder Partnerin eines psychisch erkrankten Menschen sind – diese Broschüre wendet sich an Sie mit Informationen zu folgenden Themenkomplexen:

  • Was hat die psychische Störung eines nahen Angehörigen mit mir zu tun?
  • Was ist eigentlich eine psychische Störung oder Krankheit und wie kann man sie behandeln?
  • Welche Hilfen gibt es für Betroffene mit einer psychischen Störung?
  • Welche Rechte haben Betroffene und ihre Angehörigen?

Diese Informationen können Ihnen allerdings nur eine erste Orientierung bieten. Auf dieser Grundlage können Sie erste Schritte einleiten, um Ihrem Angehörigen, aber auch sich selbst zu helfen. Darüber hinaus finden Sie Hinweise zu weiterführenden Informationen, denn Aufklärung und Wissen machen stark und helfen Ihnen jetzt und in Zukunft.

Zum Download

Zur Bestellung als Druckexemplar

Mitten im Leben: Psychisch erkrankte Menschen und ihre Angehörigen

„Für Angehörige zählt nicht die Krankheit, sondern der Mensch.“ Mit dieser Botschaft möchte der Bundesverband für Angehörige psychisch erkrankter Menschen (BApK) e. V. in seinem Antistigma-Spot die Aufklärung und das Verständnis der Öffentlichkeit für die Betroffenen und im Besonderen auch für deren Familien und Freunde fördern.

Anzusehen auch bei Vimeo

"Die Wunschperle" endlich als Download!!!

DGPPN-Antistigmapreis 2019 für die Wunschperle

Der Kindercomic "Die Wunschperle" erzählt die Geschichte der kleinen traurigen Meeresschildkröte Anton und seiner beiden Geschwister Oskar und Nala.

Der bekannte Comiczeichner Uwe Heidschötter („Der Grüffalo“-Kinofilm) und der renommierte Kinderbuchautor Patrick Wirbeleit(„Kiste“) haben mit viel Einfühlungsvermögen zu dem komplexen Thema „psychische Erkrankungen“ ein buntes, fröhliches und sensibles Comicbuch für Kinder ab 5 Jahren gestaltet.

Das Begleitbuch zum Comic versteht sich als eine sehr niederschwellige Elternhilfe – ausdrücklich nicht als Ratgeber. 

Gefördert durch die ARGE Selbsthilfeförderung Schleswig-Holstein

  • AOK NordWest
  • BKK Landesverband Nordwest
  • IKK Nord
  • Knappschaft
  • SVLFG Landwirtschaftliche Krankenkasse
  • vdek Die Ersatzkasse